Nichtwähler und politisches Desinteresse
Leicht irritiert reagierte ich in der letzten Woche über die Absicht des CDU-Ministerpräsidenten Herrn Rüttgers in verschiedene bedeutende Positionen zusätzliche Beamte einzustellen. Entgegen seiner Zusage, Personal im öffentlichen Dienst abzubauen.
Noch unverständlicher ist die Maßnahme der NRW-Regierung, Studiengebühren für BAföG–Empfänger einzuführen. Noch dazu, wo es zu dieser Frage in der Koalisationsvereinbarung deutlich heißt: „BAföG-Empfänger, bezahlen kein Studienentgeld“. Ganze drei Monate nach der Wahl ist dieser Satz null und nichtig. NRW steht sicher mit dieser Entscheidung nicht allein da, zumal Bayern und Baden-Württemberg bereits Studiengebühren eingeführt haben, doch geht es wie so oft um VERTRAUEN.
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Zum SeitenanfangODER: DIE JUGEND HAT GEWÄHLT
Knapp 45.000 Jugendliche haben am vergangenen Freitag gewählt. Mit 14.765 Stimmen in 165 Wahllokalen wurde knapp ein Drittel der Gesamtstimmen in Berlin vergeben, wo sich auch zahlreiche Schulen an der Wahlaktion beteiligten. Hier konnten die Schüler während des Unterrichts ihre Stimme abgeben.
Wie nun haben sich die Jugendlichen entschieden?
Bundesweit liegt die SPD mit gut 39 Prozent vorn. Nur weniger als die Hälfte der Stimmen konnte die CDU/CSU mit gut 16 Prozent für sich gewinnen. Dritte Kraft sind mit 14 Prozent die Grünen, gefolgt von der Linkspartei mit 11 Prozent. Noch vor der FDP (knapp 6 Prozent) liegt die NPD mit 6,77 Prozent.
Interessant sind auch die Ergebnisse, gelistet nach den einzelnen Bundesländer.
[mehr]Uwe Richert am 12.09.05 15:19
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Zum SeitenanfangBeobachtet man das tägliche politische Geschehen mit Interesse, vielleicht sogar mit politischem Engagement, möchte man sich die Haare raufen. Waren es noch vor zwei Wochen die provokativen Äußerungen Stoibers (Ostdeutschland), die für Unruhe sorgten, kommt nun die Distanzierung von Frau Merkel zu den Plänen von Prof. Kirchhof hinzu. Das Politbarometer zeigt für die CDU / CSU Stimmverluste an, und es wird scheinbar bis zur Wahl am 18. September ein "Kopf-an-Kopf–Rennen". Wo doch eigentlich alles so sicher für die CDU/CSU aussah.
"Schlimmer geht's nimmer", dachte ich über die Politik von Kanzler Schröder und seinen zerstrittenen Parteifreunden, denen wir die vorgezogene Neuwahl zu verdanken haben. 5 Millionen Arbeitslose – trotz Versprechen des Bundeskanzlers – die Ängste und Sorgen der Hartz-IV-Empfänger, Nullrunde für Rentner, Kürzungen, Streichungen, Personalabbau im öffentlichen Dienst (ich bin Beamter), all dies war für mich schon Schreckenszenario genug. Doch das scheint dem Wähler nicht so gegenwärtig, wie die Aussichten auf einen gewaltigen Richtungskurs, den Prof. Kirchhof in Aussicht stellte. Durch Deutschland muss ein Ruck gehen, darin waren sich alle einig und es bedarf der Anstrengung aller Deutschen. Belastungen sollten von allen getragen werden, Subventionen einzelner Gruppen sollten abgebaut werden. Ein Steuerrechtler aus der Praxis (Prof. Kirchhof) wollte Ordnung in das Chaos bringen, nicht wenige Menschen haben darauf gehofft, dass wir uns aus dem Sumpf der Steuerkomplexität, den auch schon Friedrich Merz angedacht hatte, befreien. Steuerflüchtige Firmen (wegen der hohen Steuersätze) sollte durch Herabsetzung des Steuersatzes (bei Betrachtung globaler Zusammenhänge), ihr Geld in Deuschland belassen.
[mehr]Lupita Gómez am 10.09.05 21:03
Uwe Richert am 10.09.05 22:54
Bernd Bisycker am 11.09.05 02:07
Lupita Gómez am 11.09.05 20:16
Uwe Richert am 13.09.05 21:05
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Zum SeitenanfangNach dem TV Duell ist Merkels Apokalypse (wie von vielen Beratern befürchtet) eingetreten: Abstürzende Umfragewerte, Verlust des Kompetenzzuspruchs und keine schwarz-gelbe Mehrheit mehr im Bundestrend. Nun muss man sich fragen, ob es wirklich klug ist, in solcher Form auf einen - zugegebener Weise nicht sehr gelungenen - Auftritt zu reagieren. Darüber soll hier allerdings nicht geurteilt werden, doch es lohnt sich einen Blick auf tiefergründige Probleme der Bevölkerung mit der politischen Alternative zu Rot-Grün zu werfen, denn die Wechselstimmung ist (wie alle Umfragen belegen) durchaus vorhanden. Was also ist im Wahlkampf von Union und FDP
schief gelaufen?
Vielleicht war es doch nicht so klug, den Wählerinnen und Wählern vollmundig eine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent als ökonomische Entlastung zu versprechen... Oder hätte man doch die, nur auf Arbeitergebervorteil ausgerichteten, Vorschläge von Professor Kirchhof etwas sozialvertäglicher tunen sollen? Dies muss sich die Union heute - acht Tage vor der Wahl (in fast ganz Deutschland) - fragen und versuchen, die so verschreckten Wählergruppen doch noch zurückzugewinnen, wenn sie nicht eine Große Koalition anführen möchte...
Karl-Heinz am 11.09.05 03:37
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Zum SeitenanfangTHEMA: UMWELT- UND ENERGIEPOLTIK
Ganz Berlin 'ne Wolke - um genau zu sein: Zumindest über Ostberlin hängt dicke Luft, denn in der nordöstlich von Berlin gelegenen Kleinstadt Bernau brennt seit Mitternacht ein Recyclinghof.
Ganz unabhängig davon ist der heutige bundesweite Aktionstag der Grünen "gegen den Rückschritt" zu sehen, in Berlin findet er an der touristischen Flaniermeile "Unter den Linden" statt, im virtuellen Netz auf der Startseite der Grünen-Website.
Fünf vor zwölf - dieses Symbol will die versammelte grüne Schar nutzen, um zu verdeutlichen, wie sie einen schwarz-gelben Regierungswechsel bewerten.
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