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Bürger-Weblog - Archiv vom 16.09.05

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Freitag, 16.09.2005

Bild von Lupita Gómez, Rechte: WDR

'Lechts und rinks velwechsern'

FREI NACH JANDL UND VOLL GRASS

Gleich eine Berichtigung vorneweg: Die Linkspartei hat ihren Wahlkampfhöhepunkt am Freitag nicht auf dem Alexanderplatz, sondern vor dem Palast der Republik auf dem Schlossplatz gefeiert. Eine irritierende Bezugnahme zur DDR-Staatsmacht? Nein, zur Begründung höre ich, es sei kein anderer großer Berliner Platz frei gewesen. Nur in zweiter Hinsicht könnte es auch beabsichtigten Symbolcharakter besitzen.

Viele ältere Menschen haben sich hier eingefunden, helle Blousons überwiegen, zahlreiche Herren mit kleinformatiger Männer-Handtasche am Schlaufenriemen. Rote Fahnen und passende Luftballons wehen im Wind. Das Frauen-Trio Dagmar Enkelmann, Petra Pau und Gesine Lötzsch betritt die Bühne.

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Bild von Christian Meyer, Rechte: WDR

Entscheidungspanik

Die letzten Tage waren in meinem Umfeld von Torschlusspanik für die Stimmabgabe geprägt. Immer wieder wurden Webseiten wie WWW: Wahlomat zur Entscheidungsfindung herangezogen, und selbst dort finden die meisten keine Entscheidung mehr oder sind erstaunt, was für Ergebnisse herauskommen. Dazu kommt, dass jetzt berichtet wird, der Wahlomat beinhalte Fehler, obwohl die Inhalte mit den Parteien abgestimmt wurden.

Der Wahlkampf ist diesmal unheimlich hart und chaotisch geführt. Jeder Tag wird mit neuen Enthüllungen und Personalien gestartet, so dass mittlerweile niemand mehr weiß, was die Parteien wirklich wollen und was Propaganda aus den gegnerischen Lagern ist. Selbst ich schwanke zwischen 2,5 Optionen; und das als ehemaliger Stammwähler.
Jeder versucht, die Entscheidung von anderen bestätigt zu bekommen - zumindest eine Tendenz. Klare Verhältnisse und einen eindeutigen Willen zum Wechsel kann ich nicht erkennen.

Die meisten Menschen sind hochgradig verunsichert, und der Wahltag kommt unaufhörlich näher. Diskussionen um ungültige Stimmen kommen auf, um sich die Entscheidung leichter zu machen. Das bringt aber leider niemanden etwas, da diese Stimme zwar in der Wahlbeteiligungsstatistik auftaucht, aber sonst keinen Einfluss hat.

Ich möchte trotzdem jedem anraten, wählen zu gehen. Dabei hoffe ich, dass es dabei nach der Wahl eine Konstellation geben wird, die zumindest so stabil ist, dass irgend etwas passiert. Stillstand ist auf jeden Fall schlimmer.

Eine Überraschung wird das Ergebnis sicher nicht werden, aber wir werden am Sonntag oder spätestens am 2. Oktober vor einer neuen politischen Situation stehen.

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Lieber Christian,
der Wahl-o-mat macht zwar Spaß, aber als Entscheidungshilfe würde ich ihn doch nie und nimmer verwenden. Bei mir kam eine Partei heraus, die ich als allerletztes wählen würde.
Im Prinzip vernachlässigt der Wahl-o-mat ja auch die Tatsache, dass es nicht darum geht, dass eine Partei ALLE meine Ansichten vertritt, sondern in den Hauptpositionen entsprechendes Engagement zeigt.

Lupita Gómez am 17.09.05 11:47

Lieber Christian,
nein, ungültige Stimmen abzugeben (oder auch nicht wählen zugehen) kann ich persönlich für mich nicht nachvollziehen. Ich will unbedingt meine zwei Stimmen in die Waagschale werfen!
Und wieso gibt es eine so große Unsicherheit, so einen Verdruss? Was ich gut nachvollziehen kann, wenn Menschen in die Arbeitslosigkeit stürzen und sich trotz großer Mühen davon nicht befreien können. Trotzdem gibt es genügend Menschen, die in finanziell guter Position leben - und diese spüren auch den großen Frust?
Es gibt kein 100 Prozent - noch nicht einmal in der Liebe, also kann es doch für Normalsterbliche auch keine Partei geben, hinter der man hundertprozentig steht. Ungereimtheiten, Zwistigkeiten muss ich als Erwachsener aushalten können.

Lupita Gómez am 17.09.05 12:04

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Bild von Uwe Richert, Rechte: WDR

"Sie haben die Wahl"

Für jedes Problem gibt es eine intelligente Lösung, doch scheinbar nicht für die Probleme in unserem Staat. Es wird an der Steuerschraube gedreht, gekürzt, gespart, und hinterher ist niemand mehr zufrieden. Statt zu sparen und zu strafen, sollte der Staat "fördern" und "belohnen". Für Unternehmen muss es attraktiv sein, in Deutschland zu investieren und Arbeitnehmer einzustellen. Aber auch die Leistungen der Arbeitnehmer müssen künftig wieder besser honoriert werden. Das war schließlich in den Zeiten des Wirtschaftswunders das Rezept, welches Deutschland an die Weltspitze brachte.

In Deutschland zahlt jeder Unternehmer vergleichsweise mehr Steuern als in anderen Staaten der Welt. Die Arbeitnehmer werden immer schlechter bezahlt und immer höher besteuert. Es gibt immer weniger Sozialleistungen, und jeder Arbeitnehmer leistet mehr und mehr (Erhöhung der Wochenarbeitszeit und Überstunden) für seinen Lohn. Dazu gibt immer weniger Sicherheiten (Kündigungsschutz). Deutschlands Jugendliche liegen nach der Schule auf der Straße und finden keinen Ausbildungsplatz.

Statt einer "Liste der Grausamkeiten" sollten Pläne vorliegen, wie Förderung und Leistungsanreize, die Konjunktur und den Arbeitsmarkt beleben. Vielleicht sind es für die Unternehmer Steuervorteile, Befreiung von den Mautgebühren, Minderung der Mineralölsteuer ... Anreize, um Arbeitslose einzustellen. Auch wäre eine Höherbesteuerung für Unternehmen, die lieber Maschinen statt Menschen beschäftigen, vorstellbar. Europaweit sollten sich alle Politiker zusammensetzen und am gleichen Strang ziehen. Das ist nicht allein ein Problem
in Deutschland.

Keine der zur Wahl stehenden Parteien hat ein Patentrezept in der Schublade. Alle wollen sie das Beste für Deutschland. Sagen wir den Politikern, was wir möchten. Ich empfehle jedem Bundesbürger, sein Wahlrecht zu nutzen. Es ist immer das Leichteste, sich aus allem herauszuhalten und hinterher zu schimpfen. Stecken Sie den Kopf nicht wie Vogel Strauß in den Sand sondern gestalten Sie Deutschland mit. "Sie haben am Sonntag die Wahl!"

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Bild von Frank Hamm, Rechte: WDR

Wirtschaftskrise oder Kulturkrise?

Bisher redet im Wahlkampf jeder davon, mehr Arbeitsplätze und mehr Arbeit zu schaffen. Das Problem sei die Wirtschaftskrise. Aber bei allen Vorschlägen bliebe das System dasselbe: Wachstum, Leistung, Bezahlung, Verteilung, soziale Mängel beheben. Nichts Neues also im Westen und im Osten. Das stört mich.

Wir werden keine Vollbeschäftigung mehr haben. Noch nicht mal annähernd. NIE MEHR. So sehe ich das. Damit müssen wir uns abfinden. Und doch versuchen wir, diesen Zustand mit immer denselben Ideen in anderen Gewändern zu beheben. Indem wir die einen Steuern hoch und die anderen Steuern runter setzen, eine Regel vereinfachen und zwanzig neue erfinden, oder einfach nur mehr verteilen, was wir nicht haben. Indem wir die Mark (Verzeihung: den Euro) links oder rechts herum drehen und dann feststellen, dass sich an unserer Sichtweise nichts geändert hat.


Wachstum, Leistung, Bezahlung, Verteilung, soziale Mängel beheben

Ohnmacht macht sich bei mir breit. Irgendwie ist das alles nicht mehr so richtig schlüssig. Die Mischung ist immer mal wieder anders, die Rezepte bleiben gleich: Wachstum, Leistung... Irgendwie müssen wir lernen, mit der Nicht-Arbeit und den Nicht-Arbeitern zu leben. Und damit, dass Nicht-Arbeit kein Makel ist. Ist unser Hauptproblem also nicht eine Wirtschaftskrise sondern eine Kulturkrise?

Frischen Wind...

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"Wir werden keine Vollbeschäftigung mehr haben. Noch nicht mal annähernd. NIE MEHR. So sehe ich das. Damit müssen wir uns abfinden." Hallo Frank, ich denke nicht, dass wir uns damit abfinden müssen. Vielmehr sollte man die Kulturfrage so klären, dass auch Arbeit in Non-Profit-Bereichen, wie Kultur, Jugenbetreuung und auch Kindererziehung Ansehen gewinnen. Es kann ja nicht sien, dass eine Frau, die Zeit zu Hause für die Kindererziehung verbringt und damit auch die zukünftigen Rentenzahler betreut, davon nichts hat und keinen cent Rente dafür angerechnet bekommt. Der Ansatz an sich ist richtig, wir müssen uns auch einem Kulturkampf stellen, aber abfinden mag ich mich mit keiner Situation, die mich nicht glücklich macht. Es ist auch darüber nachzudenken, ob man die Arbeit auf mehr Schultern verteilt. Es blutet mir das Herz, wenn ich jeden Tag Überstunden schiebe und in meinem Haus sind von 13 Erwerbsfähigen Leuten gerade mal 4 in Arbeit.

Christian Meyer am 16.09.05 13:22

danke für den Hinweis auf die Stuttgarter Zeitung. Ist wirklich sehr interessant...

Mag am 16.09.05 13:53

Meiner Ansicht nach kann man weder davon ausgehen, dass es sich hier um eine explizite Wirtschaftskrise handelt noch kann man behaupte es sei eine Kulturkrise - ich bin der festen Überzeugung das es sich um eien viel komplexere Art von Krise handelt - man kann beinahe schon von einen GAU (grössten anzunehmenden Unfall) sprechen. Sämtliche Werte sind der westlichen Gesellschaft abhanden gekommen und dies ist ein Armutszeugnis. In vielen Ebenen der Bevölkerung spricht man diesen Werteverfall an und macht sich diesbezüglich den ein oder anderen Gedanken hierzu. Es kann kein gutes Ende finden, wenn der reine Sinn und Zweck unseres Daseins in monetären Dingen seine Verwirklichung findet. Unternehemensphilosophieien und -kulturen tragen durch ihre Effizientere und Effektivere Ausrichtung genau so wie auch die Politik es tut zum Zerfall sämtlicher über JH erworbener Werteempfindungen und Verständnisse bei. In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, in welcher ich übrigens Groß geworden bin, sind Werte stets hoch in Ehren gehlten wurden. Es sei hiebei erst einmal dahingestellt, ob diese Falsch oder Richtig gewesen sind. Eines jedoch empfand ich dabei, welches Empfinden ich in der heutigen Gesellschaft überhaupt nicht mehr habe. Der Gemeinschaftssinn, der Sinn des Zusammenhalts und des Zusammengehörens ist gänzlich von der Bildfläche verschwunden und durch eher negative Attribute wie zum Beispiel Mobbing ersetzt wurden. Ich sage hier an dieser Stelle. Liebe Politiker und BürgerInnen - zurück zu einer Grundsatzdiskussion über die Werte in unserer Gesellschaft. Eine Lösung hierzu bildet die Schaffung von Bürgerstiftungen in welcher derartige Themen aufgegriffen werden können und Initiativen hierzu entstehen können. mfg Koschka

koschka am 16.09.05 19:43

Lieber Christian,
in der Tat gibt es bei allen Parteien bezüglich der Arbeitspolitik billige Slogans, die eine Runde gar nichts sagen. Niedriglohnsektor scheint für alle die Patentlösung. Stimmt, in manch anderem Land fallen mir mehr von diesen Jobs und Arbeitnehmern auf - also kann man das auch hier ausbauen?
Arbeit ist für mich nicht nur wichtig für meinen/unseren Lebensunterhalt, ich arbeite einfach auch gern, d.h. das macht mein Leben (auch) aus. Ich will mir für mich persönlich eine Lebenssituation ohne Arbeiten nicht vorstellen.
Und: Oft gibt es ja zusätzlichen Bedarf an Arbeitnehmern, aber das wird abgefangen über (kostenlose) Praktikanten.

Lupita Gómez am 16.09.05 22:11

Hallo Christian,
sagen wir mal Vollbeschäftigung bezogen auf die klassischen Wirtschaftssektoren
- Primär (Rohstoffgewinnung)
- Sekundär (produzierendes Gewerbe)
- Tertiär (Dienstleisungsgewerbe)
Dort wird es aufgrund der gestiegenen Effizienz / Produktivität bei uns keine Vollbeschäftigung mehr geben. Ziel einer Kulturdiskussion muss es nicht nur sein, die Betrachtung / Vergütung dieser klassischen Sektoren zu überdenken und neu zu regeln, sondern auch die von Dir angesprochenen sozialen Leistungen. Ein Ansatz wäre die Einbeziehung in die noch nicht eindeutige Definition des Quartärsektors ("besondere" Dienstleistungen, z.B. des Staates) und die Vergütung solcher Leistungen durch die Gesellschaft. Eine Verteilung der Arbeit auf mehr Schultern würde ohne ein neues Wertesystem und nur mit der jetzigen Vergütungssystematik scheitern (Lohnnebenkosten etc.). In bestimmten Situationen kann ich die Klemme von Arbeitgebern (gerade von "kleinen") verstehen, die es sich einerseits nicht leisten können Arbeitskräfte vorzuhalten, denen andererseits kurzfristige Lösungen (Zeitverträge, Zeitarbeitsfirmen) nicht helfen, weil es oft länger dauert bis ein(e) Neue(r) richtig produktiv ist. Andererseits werden Überstunden oft von Unternehmen leider nicht nur zur Überbrückung kurz- und mittelfristiger Engpässe benutzt, sondern als "Arbeitnehmerersatz".

Frank Hamm am 17.09.05 08:57

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Bild von Lupita Gómez, Rechte: WDR

Der große Frust

ODER: DIE GROßE FREUDE? STIMMUNGSLAGE DER NATION

Fast wäre er mir, dem "Wahlkampfgroupie", abhanden gekommen, aber plötzlich stand er gestern Abend vor mir und gab mir die Hand: Der große Frust - und er hat seine Freunde gleich mitgebracht: Politik-Verdruss, Politiker-Verdruss, Wahl-Verdruss und Wahlkampf-Verdruss.
Alles Sch.... hier in diesem unseren Land?

Frust2.jpgStimmungsbarometer: Wie ist Ihre eigene Stimmung vor der Wahl und warum? Können Sie selbst etwas gegen den großen Frust (falls vorhanden) unternehmen? Wo entdecken Sie Lebenswertes, Schönes, was Sie nicht missen wollen?

Kommentare erwünscht!

PS: Heute wird es in Berlin das Treffen der Giganten geben. Zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten scharen Gregor Gysi und Oskar Lafontaine am Alex (wie weiland am 04.11.1989?) ihre Gemeinde um sich. Nicht weit davon entfernt feiert Gerhard Schröder sein Fest zur Wahl. Seine Konkurrentin Angela Merkel will sich im Scandalo-Tempodrom bejubeln lassen, und die Grünen heben mit Joschka Fischer im Hangar Tempelhof ab.

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Kommentare zum Eintrag Der große Frust

Hallo Lupita
In ein paar Stunden ist es soweit: Deutschland wählt. Niemals zuvor war ich an den Bundeswahlen gefühlsmäßig so sehr beteiligt, wie in diesen Tagen. Niemals zuvor habe ich Politik an meiner Umwelt und an mir selbst so wahrgenommen. Bisher war Politik immer etwas, womit sich schlaue Leute, studierte Menschen beschäftigen. Fern von meiner Heimatstadt regierten diese Menschen. Gut bezahlte Leute in schwarzen Anzügen, gewandt mit der Zunge und vertrauenswürdig im Fernsehen. Mein Bild hat sich sehr gewandelt. Zuviel ist geschehen. Es war auch ein Stück Bequemlichkeit weiß ich heute. Es schien mir so, als gäbe es nichts dazwischen. Entweder ist man selber Politiker oder man ist Terrorist. Zu beiden fehlte mir das Zeug. Heute weiß ich, es gibt viele Menschen so wie mich. Unzufrieden verfolgen wir das Geschehen mit der geballten Faust in der Tasche. Fangen wir Sonntag damit und finden wir einen Weg "dazwischen". Deutschland gehört nicht den Abgeordneten in den Bundes- und Landtagen, in den Ämtern und Kanzleien. Deutschland gehört uns allen. Mischen wir uns ein in das was geschieht, wachen wir auf. Mit herzlichen Grüßen nach Berlin
und einen großen Dank für deine tollen Beiträge
Uwe Richert

Uwe Richert am 16.09.05 23:06

1.
"...Stimmungsbarometer: Wie ist Ihre eigene Stimmung vor der Wahl und warum? ..." -sehr gut, weil Hoffnung auf den Wechsel besteht. 2.
"...Können Sie selbst etwas gegen den großen Frust (falls vorhanden) unternehmen? ..." -wie gesagt: noch ist kein Frust vorhanden. Falls er sich aber morgen wg. rot-rot-grün noch ergibt, geh ich einfach mit meiner Lebensgefährtin für eine Woche ins Ausland, lassen wir die Seele baumeln und reden 7 Tage nicht über Politik... ganz auswandern werde ich aber nicht. ;)
"...Wo entdecken Sie Lebenswertes, Schönes, was Sie nicht missen wollen? ..." -lebens- und liebenswert: meine Freundin! Und: die Jugendschutz-Bewegung, wo sehr viele liebe Menschen Hand in Hand für einen besseren Opferschutz kämpfen und sich viele Freundschaften ergeben haben.

Mag am 17.09.05 10:51

Lieber Uwe,
ich denke und hoffe, Politiker haben durch diese Wahl wieder einen kräftigen Schluck aus der Flasche "Wirkliches Leben" genommen. Zumindest hier in Berlin sind sie auch mit Frust und Problemen konfrontiert worden.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich gerade durch meine Begleitung dieses Wahlkampfs nicht zu Politikverdruss neige, da ich einige wirkliche Politikerpersönlichkeiten getroffen habe. Ich zittere ein wenig vor dem Ergebnis dieser Wahl, aber das Korrektiv Wahlvolk sollte auch hinterher in entscheidenden Positionen tätig werden.

Lupita Gómez am 17.09.05 11:55

Hallo Lupita, von wegen Aufruf der Linkspartei beide Stimmen erhalten zu wollen. Es ist erstaunlich, nein frustrierend, wie uninformiert die "Wahlberechtigten", auch die sog. politisch Interssierten und Versierten über die Funktion der Erststimme sind. Ca. 25% wissen nicht, daß bei der Erststimme die einfache Mehrheit reicht, um das Direktmandat zu erhalten. Somit wird die Erststimme oft verschenkt (Ausnahme einzelne Berliner oder "ostdeutsche" Wahlbezirke), wenn eine der kleineren Parteien gewählt wird. Meist wird damit indirekt die CDU/CSU unterstützt. Also gegebenenfalls SPLITTEN!!! Gruß von M.A.M aus dem Direktmandatenland der CSU.

M.A. Meier am 17.09.05 18:16

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