"Gegensätze ziehen sich an" - das trifft in diesen Tagen nun wahrlich selten zu. Viele Gesichter blieben hart, keine Mine wurde verzogen, kein Einlenken. Nun geht es um "Jamaika", "Ampel" oder um eine "Große Koalition". Wer kann mit wem? – Das ist die große Frage. Die Differenzen, die dabei zutage traten, besser gesagt, wie man damit umging, scheint bezeichnend für das Klima, welches in Berlin herrscht. Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, wie dort Politik zum Wohle der Bundesrepublik Deutschland gemacht wird. Geht es dort wirklich um sachliche Diskussionen, um ein Abwägen, was uns weiterbringt? Oder geht es dabei um persönliche Eitelkeiten, verletzten Stolz, Ränkeschmiede, Intrigen, Mobbing, Verleumdungen? Frau Bärbel Höhn hatte unlängst in einer Talkshow nicht unrecht. Alle
müssen grundsätzlich erst einmal die Einstellung haben: "Wir wollen aufeinander zugehen". Verflixt noch mal, die Politiker werden mit Steuergeldern dafür bezahlt, dass sie etwas für Deutschland tun und nicht, dass sie sich wie im Kindergarten streiten.
Frank Hamm am 23.09.05 14:36
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Zum SeitenanfangIn den letzten Wochen flogen die Argumente hin und wieder zurück. Der Wahlkampf hat mich hin- und hergeschaukelt und am Schluss dann hingehauen. Die Parteien warfen mit ihren Argumenten hauptsächlich gegen den politischen Gegner, und jetzt zwischen nach der Wahl geht es um Taktik, Schachzüge, Theater. Das Ganze war bereits vor der Wahl so wild, dass für viele nur die Frage übrigblieb: "Was kostet mich die Wahl nach der Wahl?" Viele beleuchteten die Punkte der Parteien besonders unter diesem Blickwinkel. So wie ich mir gerne die Rosinen herausgepickt hätte, um bestimmte Parteien zu wählen, so wollten sich viele die faulen Äpfel nehmen, um bestimmte Parteien nicht zu wählen. Die Kasse - die Finanz- und Steuerpolitik - beeinflusste nicht nur maßgeblich den Wahlkampf sondern auch bei vielen Wählern die Entscheidung. Dazu noch ein wenig als Kriterien die Umweltpolitik, Gesundheitswesen - das war's dann schon so ziemlich.
Warum eigentlich?
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