NEUE IDEEN BRAUCHT DAS LAND
Im Folgenden eine Erinnerungsskizze zu einem Gespräch mit einem Finanzexperten:
Der Staat steht kurz vor der Pleite, doch die deutsche Schwerfälligkeit und die menschliche Angst vor finanziellen Einbußen verhindern notwendige Korrekturen. Allein die Bedienung der Zinsschulden ist eine immense Belastung (siehe
Zins-Uhr), noch nicht einberechnet die verdeckten Schulden in Form der Beamtenpensionen. Die Renten nicht zu kürzen, ist Wahnsinn. Man vererbt Schulden und Probleme an die nächste Generation weiter.
Diese Situation wird zu einer erzwungenen Bereinigung führen.
Denkbar sind verschiedene Lösungswege, wobei es bei der Bewertung nicht nur darum geht, was am besten oder schlechtesten wäre, sondern auch was am wahrscheinlichsten ist.

Ein mögliches Szenario ist der
Schuldenkollaps, der viele Unternehmen vernichten würde und diejenigen, die bis dahin Schulden übernommen haben, im Regen stehen lässt.
Manche sehen in einer moderaten Steigerung der Inflation die Möglichkeit zu einer erleichterten Schuldenrückzahlung - diese Praxis stammt aus den 70er Jahren und ist auf die heutigen Verhältnisse nicht mehr anwendbar.
Viele Politiker sehen in der
Wachstumssteigerung die einzige Chance zur Gesundung. Nur: Wachstum bewegt sich in S-förmigen Kurven, will heißen dem Konsum sind Grenzen gesetzt, und damit ist das häufig bediente Schlagwort ein illusionärer Rettungsanker. (siehe auch qualitativer Wachstum)
Was bleibt? Alle 50 bis 60 Jahre sind neue Erfindungen zu verzeichnen, die bis dahin unbekannte Branchen und mit ihnen neue Arbeitsplätze generieren. Heutzutage geht es um
Basisinnovationen im Bereich der Mikroelektronik, der Laser-, Nanotechnik, im Glasfaserbereich, aber auch im Sektor der erneuerbaren Energien, um konkurrenzfähig z.B. im Vergleich zur chinesischen Wirtschaft zu bleiben.
Mit anderen Worten: Wachstum gelingt nur auf neuen Feldern, außerhalb der "alten, traditionellen" Industriesegmente. Wichtig ist, hemmende Bürokratie abzubauen und diejenigen, die ein Risiko eingehen, zu belohnen.
Mein Fazit: Im Wettbewerb mit anderen ist das so genannte Alleinstellungsmerkmal wichtig, insofern erscheint mir das Besetzen neuer Felder durch Basisinnovationen logisch. Die Förderung neuer Umwelttechnologien wäre damit nicht, wie oft behauptet, wirtschaftsschädigend (im Gegenteil). Warum jedoch die ehemalige Umweltministerin Angela Merkel diesen Bereich vernachlässigt und sich beispielsweise mit Energiekonzernen verbündet (z.B. Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken), bleibt rätselhaft.
Für den Weg aus der Schuldenfalle braucht es eine konstruktive Zusammenarbeit vieler kluger Köpfe, die nicht nur ihren Tunnelblick auf die Wirtschaft richten, sondern mehrere Dimensionen (wie Umwelt, Soziales, Bildung etc.) miteinbeziehen. Eine schwere Aufgabe.
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