Nach dem TV Duell ist Merkels Apokalypse (wie von vielen Beratern befürchtet) eingetreten: Abstürzende Umfragewerte, Verlust des Kompetenzzuspruchs und keine schwarz-gelbe Mehrheit mehr im Bundestrend. Nun muss man sich fragen, ob es wirklich klug ist, in solcher Form auf einen - zugegebener Weise nicht sehr gelungenen - Auftritt zu reagieren. Darüber soll hier allerdings nicht geurteilt werden, doch es lohnt sich einen Blick auf tiefergründige Probleme der Bevölkerung mit der politischen Alternative zu Rot-Grün zu werfen, denn die Wechselstimmung ist (wie alle Umfragen belegen) durchaus vorhanden. Was also ist im Wahlkampf von Union und FDP
schief gelaufen?
Vielleicht war es doch nicht so klug, den Wählerinnen und Wählern vollmundig eine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent als ökonomische Entlastung zu versprechen... Oder hätte man doch die, nur auf Arbeitergebervorteil ausgerichteten, Vorschläge von Professor Kirchhof etwas sozialvertäglicher tunen sollen? Dies muss sich die Union heute - acht Tage vor der Wahl (in fast ganz Deutschland) - fragen und versuchen, die so verschreckten Wählergruppen doch noch zurückzugewinnen, wenn sie nicht eine Große Koalition anführen möchte...
Karl-Heinz am 11.09.05 03:37
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Zum SeitenanfangWas soll man dazu sagen? Es stehen zwei erwachsene Menschen vor der Kamera, um der Nation die Zukunft zu erklären und Wege aus der Krise aufzuzeigen - und was passiert? Wir erleben einen ernüchterten Kanzler mit Resignierungserscheinungen und eine Kanzlerkandidatin, die angebliche Visionen aus der Kohl-Ära - gut wiederverwertet - neu verkaufen und unsere sozialen Fundamente aus den Angeln heben will- so zumindest erscheint das TV-Duell bei oberflächlicher Betrachtung.
Auf den zweiten Blick und bei genauerer Betrachtung sehen wir jedoch: Es gibt gute Ansätze, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt. Wenn hier die Flexibilitätsreformen der Union mit den Arbeitnehmerrechten, wie von der SPD gefordet, vereinbart werden würden, könnte sich tatsächlich etwas zum Positiven ändern. Dieser Sachverhalt ist exemplarisch für das gesamte Duell- anstatt seine persönlichen machtpolitischen Interessen möglichst gut durchsetzen zu wollen, hätte ein Anerkennen von besseren Vorschlägen der anderen Seite in
Verbindung mit weniger persönlichen Anfeindungen, sondern konstruktiver Kritik den einfachen Bürger am ehesten überzeugt.
Derjenige, der so ehrlich gewesen wäre hätte sicher keine Wählerstimmen verloren...
timmy am 05.09.05 15:58
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Zum SeitenanfangIch wurde am 31.05.1988 in Mülheim an der Ruhr geboren und bin somit 17 Jahre alt. Daraus ergibt sich, dass ich - bei regulärem Verlauf der Legislaturperiode - 2006 Erstwähler gewesen wäre. Um diese Ehrenpflicht beraubt, möchte ich die Sicht der jungen Generation (unter 18 Jahren) zur aktuellen politischen Situation aufzeigen.
Verbreitete Meinung ist, dass junge Menschen die Politik nicht interessiert. Hier möchte ich entgegenwirken und Interesse bekunden. Dieses Interesse wird jedoch viel zu oft durch unsinnige Debatten und nicht nachvollziehbare Abläufe nicht gefördert, sondern im Gegenteil erstickt.
Ich besuche zurzeit die 12. Jahrgangsstufe der Otto-Pankok-Schule und habe somit regen Kontakt mit Gleichaltrigen. Daher würde ich gerne als als Spiegel der allgemeinen Meinung der Jugend fungieren.
Mag am 06.09.05 17:23
Christian Meyer am 16.09.05 16:52
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