Sprungmarken

Sie sind hier

Bürger-Weblog - Archiv vom temming

Zum Seitenanfang

Samstag, 10.09.2005

Bild von Dirk Temming, Rechte: WDR

Merkels Apokalypse

Nach dem TV Duell ist Merkels Apokalypse (wie von vielen Beratern befürchtet) eingetreten: Abstürzende Umfragewerte, Verlust des Kompetenzzuspruchs und keine schwarz-gelbe Mehrheit mehr im Bundestrend. Nun muss man sich fragen, ob es wirklich klug ist, in solcher Form auf einen - zugegebener Weise nicht sehr gelungenen - Auftritt zu reagieren. Darüber soll hier allerdings nicht geurteilt werden, doch es lohnt sich einen Blick auf tiefergründige Probleme der Bevölkerung mit der politischen Alternative zu Rot-Grün zu werfen, denn die Wechselstimmung ist (wie alle Umfragen belegen) durchaus vorhanden. Was also ist im Wahlkampf von Union und FDP
schief gelaufen?

Vielleicht war es doch nicht so klug, den Wählerinnen und Wählern vollmundig eine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent als ökonomische Entlastung zu versprechen... Oder hätte man doch die, nur auf Arbeitergebervorteil ausgerichteten, Vorschläge von Professor Kirchhof etwas sozialvertäglicher tunen sollen? Dies muss sich die Union heute - acht Tage vor der Wahl (in fast ganz Deutschland) - fragen und versuchen, die so verschreckten Wählergruppen doch noch zurückzugewinnen, wenn sie nicht eine Große Koalition anführen möchte...

Weitere Verweise zu Merkels Apokalypse

Kommentare zum Eintrag Merkels Apokalypse

Es ist immer wieder erkennbar, dass von Arbeitgebern wie von Ausbeutern und von Arbeitnehmern wie von Ausgebeuteten gesprochen wird.
Wenn Sie einen Arbeitsplatz finden, an dem Sie ohne Arbeitgeber auskommen, so möchte ich Sie diesbezüglich herzlichst beglückwünschen. Ich weiß nicht, in wiefern Sie sich die Vorschläge Kirchhoffs durch den Kopf haben gehen lassen: da ist die Rede von einheitlicheren Steuersätzen und weniger Schlupflöchern. Eben diese werden nämlich vornehmlich von den großen Firmen ausgenutzt und sind den Geringverdienern überhaupt nicht zugänglich. Hinzu kommt noch, dass ALLE Menschen in Deutschland (bis auf ein paar Beamte, die endlich in den Ruhestand geschickt werden) von Bürokratieabbau profitieren, nicht nur Unternehmen. Schwarz - Weiß - Denken in Bezug auf Arbeitgeber und -nehmer ist u.a. der Grund dafür, dass Parteien wie die PDS mit Frontmännern wie Oskar Lafontaine immer mehr Wählerstimmen bekommen. Man muss doch heute niemandem mehr klarmachen, dass Kommunismus in der Vergangenheit stets zum Scheitern verurteilt war. Übrigens: ich bin froh, wenn ich sehe, dass es meinem Chef gut geht. Denn das gibt mir ein größeres Sicherheitsgefühl in Bezug auf meinen Arbeitsplatz, als ein Chef, dem von seinen Angestellten die Haare vom Kopf gefressen werden und dessen Firma daher in Konkurs geht. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass alle Firmen, gerade die Großen, im internationalen Wettbewerb stehen, und anderswo wesentlich günstigere Lohnkosten entstehen als in Deutschland. Ich persönlich will nicht, dass alle Firmen, die es sich leisten können, ihren Sitz ins Ausland verlegen und in Deutschland weiterhin Arbeitsplätze abbauen. Deutschland hat zum Glück keine Mauer außen herum, die dies verhindern würde. Es liegt an uns, dies zu verhindern. Und ich bin kein FDP - Wahlkämpfer sondern einfach Realist. Ich würde jetzt gerne noch auf das Thema Gewerkschaften eingehen, aber das würde hier zu weit führen - meine Zeit ist auch begrenzt.

Karl-Heinz am 11.09.05 03:37

Zum Anfang dieses Eintrags

Zum Seitenanfang

Zum Seitenanfang

Montag, 05.09.2005

Bild von Dirk Temming, Rechte: WDR

Ehrlicher wäre besser...

Was soll man dazu sagen? Es stehen zwei erwachsene Menschen vor der Kamera, um der Nation die Zukunft zu erklären und Wege aus der Krise aufzuzeigen - und was passiert? Wir erleben einen ernüchterten Kanzler mit Resignierungserscheinungen und eine Kanzlerkandidatin, die angebliche Visionen aus der Kohl-Ära - gut wiederverwertet - neu verkaufen und unsere sozialen Fundamente aus den Angeln heben will- so zumindest erscheint das TV-Duell bei oberflächlicher Betrachtung.

Zuschauer verfolgen TV-Duell (Rechte: dpa)Auf den zweiten Blick und bei genauerer Betrachtung sehen wir jedoch: Es gibt gute Ansätze, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt. Wenn hier die Flexibilitätsreformen der Union mit den Arbeitnehmerrechten, wie von der SPD gefordet, vereinbart werden würden, könnte sich tatsächlich etwas zum Positiven ändern. Dieser Sachverhalt ist exemplarisch für das gesamte Duell- anstatt seine persönlichen machtpolitischen Interessen möglichst gut durchsetzen zu wollen, hätte ein Anerkennen von besseren Vorschlägen der anderen Seite in
Verbindung mit weniger persönlichen Anfeindungen, sondern konstruktiver Kritik den einfachen Bürger am ehesten überzeugt.
Derjenige, der so ehrlich gewesen wäre hätte sicher keine Wählerstimmen verloren...

Weitere Verweise zu Ehrlicher wäre besser...

Kommentare zum Eintrag Ehrlicher wäre besser...

toll dixie

timmy am 05.09.05 15:58

Zum Anfang dieses Eintrags

Zum Seitenanfang

Zum Seitenanfang

Freitag, 02.09.2005

Bild von Dirk Temming, Rechte: WDR

Dirk Temming

Ich wurde am 31.05.1988 in Mülheim an der Ruhr geboren und bin somit 17 Jahre alt. Daraus ergibt sich, dass ich - bei regulärem Verlauf der Legislaturperiode - 2006 Erstwähler gewesen wäre. Um diese Ehrenpflicht beraubt, möchte ich die Sicht der jungen Generation (unter 18 Jahren) zur aktuellen politischen Situation aufzeigen.

Verbreitete Meinung ist, dass junge Menschen die Politik nicht interessiert. Hier möchte ich entgegenwirken und Interesse bekunden. Dieses Interesse wird jedoch viel zu oft durch unsinnige Debatten und nicht nachvollziehbare Abläufe nicht gefördert, sondern im Gegenteil erstickt.

Ich besuche zurzeit die 12. Jahrgangsstufe der Otto-Pankok-Schule und habe somit regen Kontakt mit Gleichaltrigen. Daher würde ich gerne als als Spiegel der allgemeinen Meinung der Jugend fungieren.

Weitere Verweise zu Dirk Temming

Kommentare zum Eintrag Dirk Temming

"...Daher würde ich gerne als als Spiegel der allgemeinen Meinung der Jugend fungieren. ..." Ist das möglich? Gibt es "die Jugend"? Was sind Deiner Meinung nach die Ansichten der (meisten) Jugendlichen? Für einen Wechsel? Nach meiner Erfahrung & Erhebung: ja! Die meisten haben von Rot-Grün die Nase voll!

Mag am 06.09.05 17:23

Hallo Mag, "Die meisten haben von Rot-Grün die Nase voll!" Laut U18 Wahl sieht das Ergebniss aber ein wenig anders aus, als von ihnen behauptet. ;-) Sie haben aber recht, die Jugend gibt es nicht.

Christian Meyer am 16.09.05 16:52

Zum Anfang dieses Eintrags

Zum Seitenanfang

Permanente URL dieser Seite: http://www.buergerblog.de/archives/temming/index.html